Psychologische Typen
Psychologische Typen entwickelt eine umfassende Theorie der menschlichen Charakterunterschiede. Jung unterscheidet zwei Grundeinstellungen — Extraversion, die sich dem äußeren Objekt zuwendet, und Introversion, die sich auf das eigene Innenleben richtet — und kombiniert sie mit vier psychologischen Grundfunktionen: Denken, Fühlen, Empfinden und Intuieren. Bevor er seine eigene Typenlehre entfaltet, durchquert er die Geistesgeschichte: antike Theologie, die Scholastik, Schiller, Nietzsches Apollinisches und Dionysisches, Spitteler, James und andere. Den Abschluss bilden eine detaillierte Beschreibung der acht Typen sowie ein Glossar von 58 zentralen Begriffen.
Das Werk begründete Begriffe, die längst in die Alltagssprache eingegangen sind, und prägte spätere Persönlichkeitsmodelle nachhaltig. Jung zeigt, wie tiefsitzende Einstellungsgegensätze religiöse, philosophische und künstlerische Auseinandersetzungen prägen, und sucht im „vereinigenden Symbol“ einen Weg, die Gegensätze fruchtbar zu versöhnen. So verbindet das Buch klinische Beobachtung mit kulturhistorischer Tiefe.
How it begins
Der vorliegende Text wurde anhand der 1921 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten bleiben gegenüber dem Original unverändert, sofern der Sinn des Texts dadurch nicht beeinträchtigt wird. Das Inhaltsverzeichnis wurde vom Bearbeiter an den Anfang des Texts verschoben. Auf S. 297 wurde im Original eine Listennummer doppelt vergeben. In der vorliegenden Ausgabe wurde im Unterpunkt 7. ‚ Damit stimmt folgende Stelle trefflich überein: ... ‘ die Nummerierung entfernt, wodurch die korrekte Abfolge der Listenpunkte wiederhergestellt wurde. In Kapitel XI, Punkt 20, soll der Begriff ‚Empfinden‘ erklärt werden, welcher in diesem Abschnitt mit ‚E.‘ abgekürzt werden soll. Im Zusammenhang wird aber klar, dass hier genau genommen das Wort ‚ Empfindung ‘ stehen muss. Infolgedessen wurde dies sowohl in der Überschrift des Unterpunktes als auch im Inhaltsverzeichnis abgeändert. Der Autor verwendet beide Begriffe als Synonyme. Gesperrt gedruckter Text in der Buchausgabe wird hier kursiv dargestellt. Psychologische Typen Von C. G. Jung Dr. med. et jur., vorm. Dozent der Psychiatrie an der Universität Zürich Rascher & Cie., Verlag, Zürich, 1921 Erstes und zweites Tausend. Nachdruck verboten. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten. Copyright 1921 by Rascher & Cie., Verlag, Zürich. Buchdruckerei Hans Schatzmann , Horgen-Zürich. Inhalt. Einleitung: Seite Die zwei Mechanismen der Extra- und der Introversion.
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