Venus im Pelz
Severin von Kusiemski, ein schwärmerischer Idealist, verliebt sich in die schöne und herrische Wanda von Dunajew. Von der Vorstellung der grausamen, in Pelz gehüllten „Venus“ berauscht, fleht er sie an, ihn zu ihrem Sklaven zu machen. Wanda willigt schließlich ein, und aus dem galanten Spiel wird bitterer Ernst: Sie demütigt, peitscht und erniedrigt ihn mit wachsender Lust, bis sie ihn am Ende einem rivalisierenden Liebhaber zur Züchtigung überlässt. Ernüchtert erwacht Severin aus seinem Traum von wollüstiger Unterwerfung.
Die Novelle aus dem Zyklus „Das Vermächtnis Kains“ erkundet Begehren, Machtgefälle und die Lust am Leiden in der Liebe — jenes Phänomen, das später nach dem Verfasser „Masochismus“ benannt wurde. Im Banne von Schopenhauers Pessimismus geschrieben, gilt sie als kühnes „document humain“ und psychologisches Schlüsselwerk, das die Abgründe menschlicher Leidenschaft mit erschreckender Offenheit ausleuchtet und bis heute Literatur, Psychologie und Kunst nachhaltig prägt.
How it begins
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