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Die Traumdeutung

by Sigmund Freud

de · ~870 min at 250 WPM

Die Traumdeutung legt Sigmund Freuds Theorie dar, dass Träume keine zufälligen oder bedeutungslosen Erscheinungen sind, sondern verschlüsselte Erfüllungen unbewusster, häufig verdrängter Wünsche. Anhand zahlreicher Beispiele – darunter viele eigene Träume – entwickelt Freud eine Methode, den manifesten Trauminhalt durch freie Assoziation auf seine latenten Gedanken zurückzuführen. Er beschreibt die Mechanismen der Traumarbeit wie Verdichtung, Verschiebung und Symbolbildung und zeigt, wie das nächtliche Seelenleben mit den seelischen Bildungen der Neurose, etwa Phobien und Zwangsvorstellungen, zusammenhängt.

Im Zentrum stehen Themen wie das Unbewusste, die Verdrängung, der Wunsch und die Zensur, die zwischen Bewusstem und Verdrängtem vermittelt. Das Werk gilt als Grundstein der Psychoanalyse und veränderte das Verständnis des menschlichen Geistes nachhaltig. Indem Freud den Traum als „Königsweg zum Unbewussten" deutet, eröffnet er einen Zugang zu den verborgenen Schichten der Psyche und liefert ein bis heute einflussreiches Modell für Psychologie, Medizin, Kunst und Kultur.

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Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Änderungen sind im Text so gekennzeichnet . Der Originaltext erscheint beim Überfahren mit der Maus. Eine Liste der vorgenommenen Änderungen findet sich am Ende des Textes. DIE TRAUMDEUTUNG. DIE TRAUMDEUTUNG VON PROF. D R. SIGM. FREUD. » FLECTERE SI NEQUEO SUPEROS, ACHERONTA MOVEBO « VIERTE, VERMEHRTE AUFLAGE MIT BEITRÄGEN VON D R. OTTO RANK. LEIPZIG und WIEN. FRANZ DEUTICKE 1914. VERLAGS-NR. 2176. Vorbemerkung. Indem ich hier die Darstellung der Traumdeutung versuche, glaube ich den Umkreis neuropathologischer Interessen nicht überschritten zu haben. Denn der Traum erweist sich bei der psychologischen Prüfung als das erste Glied in der Reihe abnormer psychischer Gebilde, von deren weiteren Gliedern die hysterische Phobie, die Zwangs- und die Wahnvorstellung den Arzt aus praktischen Gründen beschäftigen müssen. Auf eine ähnliche praktische Bedeutung kann der Traum – wie sich zeigen wird – Anspruch nicht erheben; um so größer ist aber sein theoretischer Wert als Paradigma, und wer sich die Entstehung der Traumbilder nicht zu erklären weiß, wird sich auch um das Verständnis der Phobien, Zwangs- und Wahnideen, eventuell um deren therapeutische Beeinflussung, vergeblich bemühen. Derselbe Zusammenhang aber, dem unser Thema seine Wichtigkeit verdankt, ist auch für die Mängel der vorliegenden Arbeit verantwortlich zu machen.

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