Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache von Gustav Goedel, 1902 in Kiel und Leipzig erschienen, ist ein alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk, das den Wortschatz der deutschen Seeleute sammelt und erklärt. Von „abandonniren" über „abhalten" bis zu Fachbegriffen der Navigation, des Seerechts und der Schiffsklassifizierung verfolgt Goedel Herkunft, Bedeutung und Wandel jedes Ausdrucks. Dabei zieht er alte Segelanweisungen, fremdsprachige Quellen und sprachgeschichtliche Belege heran und zeigt, wie sich Begriffe aus dem Althochdeutschen, Friesischen, Französischen und Englischen zur Seemannssprache verbanden.
Das Werk bewahrt eine untergegangene Welt der Segelschifffahrt und macht zugleich sichtbar, wie eng Sprache, Handwerk und Geschichte verflochten sind. Es verbindet etymologische Gründlichkeit mit anschaulichen Schilderungen seemännischer Praxis und Ehrbegriffe. Für Sprachfreunde, Seefahrtsbegeisterte und Kulturhistoriker ist es ein einzigartiges Zeugnis dafür, wie der Alltag auf See den deutschen Wortschatz geprägt und über Jahrhunderte hinweg lebendig erhalten hat.
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Zur Transkription: Varianten der Schreibweise und Interpunktion wurden nicht angeglichen (Ausnahme: Waghenaer, „Spiegel der Zeewaerdt‟). Die im " Druckfehler-Verzeichnis " des Originals genannten Fehler wurden für diese Transkription korrigiert. Transcriber's Note: Original spelling and punctuation variations have not been been standardized except for title and author of „Spiegel der Zeewaerdt‟ by Waghenaer. Errors mentioned in the original " Druckfehler-Verzeichnis " (errata) have been corrected by the transcriber. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache. Von Gustav Goedel. Kiel und Leipzig. Verlag von Lipsius & Tischer. 1902. A B C D E F G H J K L M N O P Q R S T U V W Y Z Druckfehler-Verzeichnis A. A. Dieser Buchstabe wird in der deutschen Seemannssprache angewandt zur Bezeichnung der Klasse, in der ein Schiff sich nach der Einschätzung seines Wertes durch den Germanischen Lloyd befindet. Die Jahre nach deren Verlauf die Besichtigung zu einer neuen Einschätzung zu wiederholen ist, werden dem Buchstaben eingefügt, deuten also schon den höheren oder geringeren Wert eines Schiffes an, der dann noch näher bestimmt wird durch eine dem A vorgesetzte Zahl, die bis 100 gehen kann und die Klassennummer des Schiffes angibt; je höher die Nummer, desto größer der Wert. Im Übrigen s. Schiffsregister. a. m. heißt ante meridiem. Von den astronomischen Berechnungen her ist dem Seemann diese Bezeichnung so geläufig, daß er sie auch am Lande gerne als Zeitbestimmung anwendet.
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