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Mittelniederdeutsches Handwörterbuch

by August Lübben

de · ~1060 min at 250 WPM

Das Mittelniederdeutsche Handwörterbuch ist ein einbändiges Wörterbuch des Mittelniederdeutschen, das als handlicher und erschwinglicher Auszug aus dem sechsbändigen Werk von Karl Schiller und August Lübben entstand. Lübben begann die Arbeit nach Schillers Tod, starb jedoch 1884 vor ihrer Vollendung; der Nachlass war bis zum Buchstaben U ausgearbeitet. Walther herausgebend, vollendete ein Nachfolger das Werk nach Lübbens Grundsätzen. Es verzeichnet den Wortschatz alphabetisch, ohne Belegstellen, dafür vielfach vermehrt und berichtigt durch fortlaufende Excerpierung der Sprachquellen, mittelalterliche Glossen und neu erschlossene Sprachdenkmäler.

Im Kern bewahrt und erschließt das Buch die Sprache des norddeutschen Mittelalters für Wissenschaft und Liebhaber gleichermaßen. Es zeugt von der Hingabe und Gelehrtensorgfalt seiner Verfasser, von einer eigenen, lautlich präziseren Bezeichnung der langen Vokale und vom Bemühen, ein gewaltiges lexikalisches Bauwerk weiterzuführen. Als unentbehrliches Hilfsmittel der niederdeutschen Philologie macht es eine reiche, sonst verschüttete Überlieferung zugänglich und lebendig.

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How it begins

Als das grosse Mittelniederdeutsche Wörterbuch von Schiller und Lübben bereits bald nach seiner Vollendung (1881) vergriffen war, wurde aus den Kreisen des Vereins für Niederdeutsche Sprachforschung der Wunsch laut, vorerst statt einer neuen Ausgabe ein Handwörterbuch ohne Belegstellen zu veröffentlichen, um möglichst rasch dem Mangel abzuhelfen und um auch solchen, denen das sechsbändige Wörterbuch zu teuer sein möchte, das Studium des Mittelniederdeutschen zu erleichtern. Mit derselben Energie, welche Lübben nach Schiller's Tode (4. Aug. 1873) den grössten Teil des Hauptwerkes (vom Artikel gân ab) in verhältnismässig kurzer Zeit vollenden liess, begann und verfolgte er die neue Aufgabe. Es war ihm aber nicht beschieden, den vollständigen Druck seiner Arbeit beschaffen zu können: als das Werk bis zum dreizehnten Bogen gedruckt vorlag, starb er am 15. März 1884. Der zeitige Verleger hat dann auf Wunsch des Vereinsvorstandes die weitere Herausgabe des Werkes mir anvertraut. Im Nachlasse Lübben's fand sich dasselbe, bis zum Schlusse des Buchstabens U ausgearbeitet, vor. Ich habe versucht, die Ausgabe nach den Grundsätzen, wie ich sie aus den ersten zwölf Bögen zu entnehmen vermochte, fortzuführen. Als wichtigste Abweichung vom Hauptwerk stellte sich die Bezeichnung des langen e, einerlei welches Ursprungs, und zwar sowohl in offenen wie geschlossenen Silben, durch ê heraus.

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