Kritik der reinen Vernunft / Zweite hin und wieder verbesserte Auflage (1787)
Mit der "Kritik der reinen Vernunft" unternimmt Immanuel Kant die grundlegende Untersuchung, was die menschliche Vernunft unabhängig von aller Erfahrung erkennen kann. Ausgehend von der Frage, wie synthetische Urteile a priori möglich sind, prüft er in der transzendentalen Ästhetik Raum und Zeit als Formen der Anschauung, entwickelt in der Analytik die reinen Verstandesbegriffe oder Kategorien und deckt schließlich in der Dialektik die Trugschlüsse auf, in die sich die Vernunft verstrickt, wenn sie über die Grenzen möglicher Erfahrung hinausgreift.
Im Zentrum steht der Gedanke, dass wir die Dinge nicht an sich, sondern nur als Erscheinungen erkennen, geformt durch unsere eigenen Erkenntnisvermögen. Diese "kopernikanische Wende" zieht den Antinomien der Metaphysik über Seele, Welt und Gott ihre Sicherheit ab und weist der Vernunft zugleich ihre berechtigten Grenzen. Kants Werk gilt als Wendepunkt der abendländischen Philosophie und prägt das Nachdenken über Erkenntnis, Freiheit und Wissenschaft bis heute.
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Zueignung Vorrede Einleitung I. Von dem Unterschiede der reinen und empirischen Erkenntnis II. Wir sind im Besitze gewisser Erkenntnisse a priori, und selbst der gemeine Verstand ist niemals ohne solche III. Die Philosophie bedarf einer Wissenschaft, welche die Möglichkeit, die Prinzipien und den Umfang aller Erkenntnisse a priori bestimme IV. Von dem Unterschiede analytischer und synthetischer Urteile V. In allen theoretischen Wissenschaften der Vernunft sind synthetische Urteile a priori als Prinzipien enthalten VI. Allgemeine Aufgabe der reinen Vernunft VII. Idee und Einteilung einer besonderen Wissenschaft, unter dem Namen einer Kritik der reinen Vernunft I. Transzendentale Elementarlehre Erster Teil. Die transzendentale Ästhetik § 1 1. Abschnitt. Von dem Raume § 2. Metaphysische Erörterung dieses Begriffs § 3. Transzendentale Erörterung des Begriffs vom Raume 2. Abschnitt. Von der Zeit § 4. Metaphysische Erörterung des Begriffs der Zeit § 5. Transzendentale Erörterung des Begriffs der Zeit § 6. Schlüsse aus diesen Begriffen § 7. Erläuterung § 8. Allgemeine Anmerkungen zur transzendentalen Ästhetik Zweiter Teil. Die transzendentale Logik Einleitung. Idee einer transzendentalen Logik I. Von der Logik überhaupt II. Von der transzendentalen Logik III. Von der Einteilung der allgemeinen Logik in Analytik und Dialektik IV. Von der Einteilung der transzendentalen Logik in die transzendentale Analytik und Dialektik Erste Abteilung. Die transzendentale Analytik Erstes Buch. Die Analytik der Begriffe 1. Hauptstück. Von dem Leitfaden der Entdeckung aller reinen Verstandesbegriffe 1. Abschnitt.
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